Mythen

Jeden Tag ein anderer Betrieb? Nein.

„Muss ich dann jeden Morgen woanders hin?“ Das ist die Frage, die wir im Erstgespräch am häufigsten hören. Die kurze Antwort: nein. Die lange steht hier.

30. September 2026 · 3 Minuten Lesezeit

Woher das Bild kommt

Das Bild vom Zeitarbeiter, der morgens erfährt, wo er heute arbeitet, hält sich hartnäckig. Ganz aus der Luft gegriffen ist es nicht. Es gibt Firmen, die so arbeiten. Für die Menschen, die dort landen, ist das zermürbend: kein fester Ablauf, keine Kollegen, kein Plan für die nächste Woche. Wer das einmal erlebt hat, will es nie wieder.

Wie es bei uns läuft

Unsere Einsätze sind auf Dauer angelegt, nicht auf Tage. Bevor du zusagst, kennst du:

  • den Betrieb und was dort gemacht wird,
  • deine Aufgabe,
  • die Anfahrt,
  • das Schichtmodell und deine Arbeitszeit.

Der Einsatz wird mit dir besprochen, nicht einfach zugewiesen. Bevor du zusagst, kannst du jeden Vorschlag ablehnen – und auch später schicken wir dich nicht gegen deinen Willen irgendwohin.

Was das Gesetz dazu sagt

Während des Einsatzes gibt dir der Betrieb die Anweisungen für die tägliche Arbeit, wie jeder Vorgesetzte. So ist Zeitarbeit im Gesetz beschrieben (§ 1 Abs. 1 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz). Der Betrieb darf dir aber nur Aufgaben geben, die zu deinem vereinbarten Tätigkeitsbereich passen. Dein Arbeitgeber bleibt die ganze Zeit Nazareth Personal.

Im selben Betrieb darfst du grundsätzlich höchstens 18 Monate eingesetzt werden; Unterbrechungen von bis zu drei Monaten zählen mit (§ 1 Abs. 1b AÜG). Eine Mindestdauer schreibt das Gesetz nicht vor – dass unsere Einsätze auf Monate angelegt sind, ist unsere Entscheidung.

Die zwei Wege, die es bei uns gibt

Der Regelfall: Ein Betrieb übernimmt dich nach dem Einsatz fest. Für den Betrieb wird das mit der Zeit günstiger – ab dem vierten Einsatzmonat sinkt die Vermittlungsprovision um ein Zwölftel pro Monat, nach 15 Monaten entfällt sie ganz (Abschnitt 10 unserer AGB).

Die Alternative: Du bleibst bei uns, unbefristet, mit wechselnden Aufgaben. Unser dienstältester Kollege ist seit 21 Jahren dabei (Stand August 2026). Die meisten anderen werden nach dem ersten Einsatz fest übernommen. Beides ist in Ordnung. Aber niemand bleibt 21 Jahre in einer Firma, die ihn jeden Morgen woandershin schickt.

Was es bei uns nicht gibt: das Dauerprovisorium, in dem sich jahrelang nichts bewegt.

Dieser Artikel erklärt die Grundzüge und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand: Oktober 2026.

Frag uns, bevor du dich festlegst. Im ersten Gespräch sagen wir dir, welche Betriebe gerade suchen, wo sie liegen und wie dort gearbeitet wird. Ruf an: 0431 260 488-88 (Mo–Fr 06:00–17:00 Uhr).